AWO Metropolregion Rhein-Neckar

sozial engagiert - nah am menschen

Maßgeschneiderte Pflege
AWO Neckar-Odenwald berät, betreut und pflegt

Pressemitteilung vom 07.02.2018
AWO Neckar-Odenwald

Immer mehr Menschen werden in den eigenen vier Wänden immer älter. Bei Bewegungseinschränkungen und Erkrankungen ist es wichtig, sich eine gute Beratung über die verschiedenen Möglichkeiten der Unterstützung zu holen.


Da ist beispielsweise die allein lebende ältere Dame, die nach schmerzlichen Verlusten Angst hat, allein unterwegs zu sein. „Sie ist dankbar dafür, dass wir mit ihr einkaufen gehen und sie durch Gespräche unterstützen“, sagt Tamara Heid, Leiterin der AWO Sozialstation in Mosbach-Diedesheim. „Ähnlich empfindet es eine Klientin, die einmal in der Woche von einer AWO Betreuungskraft ins Schwimmbad begleitet wird: Durch die Bewegung im Wasser hat sie weniger Rückenschmerzen.“ Die Lage dieser Seniorinnen hat sich seit der Einführung des Pflegestärkungsgesetzes II im vorigen Jahr verbessert. Bei Feststellung eines Pflegegrades gibt es Entlastungsleistungen von der Pflegekasse, die den Betroffenen für solche Dienstleistungen zur Verfügung stehen, auch für die Begleitung zum Arzt, beim Kochen oder für Haushaltstätigkeiten wie Fensterputzen.
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Pflegegeld
Wer nicht nur Unterstützung im Alltag, sondern auch Pflege benötigt, erhält diese nach Einstufung in einen höheren Pflegegrad. Ab Pflegegrad 2 können Pflegegeld oder Pflegeleistungen bei der Pflegekasse beantragt werden. Pflegegeld kann einem pflegenden Angehörigen zugutekommen, Pflegeleistungen können direkt von der Sozialstation mit der Pflegekasse abgerechnet werden. „Wir beraten unsere Klienten und bereiten sie für das Gespräch mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen zur Einstufung eines Pflegegrades vor“, sagt Tamara Heid.

Grund- und Behandlungspflege
Pflege gehört zu den Kernkompetenzen der AWO Sozialstation. Das kann Grundpflege wie die Hilfe beim Waschen, Anziehen und Mobilisieren sein, aber auch Behandlungspflege wie das An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen, die tägliche Medikamentengabe oder die Wundversorgung. Dabei haben die Pflegekräfte öfter mit bürokratische Herausforderungen zu tun: Wenn die Krankenkasse die Notwendigkeit der verordneten Behandlungspflege anzweifelt, nimmt Tamara Heid das nicht einfach hin, sondern telefoniert und versucht zu überzeugen. Die AWO Sozialstation übernimmt auch die Beratungsgespräche für Bezieher von Pflegegeld und von medizinischen Pflegeleistungen. Diese Beratungsgespräche werden neuerdings von der Pflegekasse und von der Krankenkasse mindestens zweimal jährlich gefordert.

Pflege nach Maß
Schließlich gibt es auch Patienten, bei denen das Leben in den eigenen vier Wänden zum Risiko wird: „Wenn es in der Wohnung immer nach verbranntem Essen riecht, wenn der pflegebedürftige Patient sich gar nicht mehr allein bewegen kann oder wenn das Alleinsein nicht guttut, dann ist es höchste Zeit, eine bessere Lösung zu finden“, erklärt die Leiterin der AWO Sozialstation. Dank der Vielzahl und Vielfalt an AWO Einrichtungen für pflegebedürftige Menschen kann dann möglicherweise ein Platz in der Kurzzeitpflege, in der AWO Hausgemeinschaft oder im AWO Wohn- und Pflegezentrum gefunden werden. Auch eine Kombination aus Wohnen mit Services in einer AWO Seniorenwohnanlage und pflegerischen Diensten ist eine gute Möglichkeit. Die maßgeschneiderten Konzepte sind so individuell wie der Pflegebedarf der Patienten.

Die AWO Sozialstation ist unter Tel.: (06261) 93 78 12 zu erreichen.

Maßgeschneiderte Pflege